Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Oktober 2026

Allgemeine Geschäftsbedingungen der Brombach Technologies GmbH für die Nutzung von MRRocket.

1. Geltungsbereich

Diese Bedingungen gelten für alle Verträge über die Nutzung von MRRocket zwischen der Brombach Technologies GmbH („wir“) und ihren Kunden. MRRocket richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit der Anmeldung bestätigt der Kunde, dass er MRRocket für seine gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit nutzt. Verträge mit Verbrauchern schließen wir nicht.

Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihnen ausdrücklich in Textform zustimmen.

2. Anbieter und Kontakt

Brombach Technologies GmbH Rheintalbahnstraße 35 68199 Mannheim Deutschland

Vertreten durch den Geschäftsführer Lukas Falk Brombach, Amtsgericht Mannheim, HRB 758151. E-Mail: lukas@brombach-technologies.de.

3. Leistungen

MRRocket ist eine Software, die wir als Online-Dienst bereitstellen (Software as a Service). KI-Agents arbeiten darin für die Produkte des Kunden an Marketing, Vertrieb, Kundenbindung, Support und Produktverbesserung: Sie werten Daten aus, schreiben Entwürfe und Vorschläge und führen Aktionen über die Konten aus, die der Kunde verbunden hat, etwa E-Mails, Social-Posts, Anzeigen, Antworten oder Code-Änderungen als Pull Request. Dazu gehören, je nach Plan, das MRRocket-SDK für die Produkte des Kunden (unter anderem Analytics, Session-Aufnahmen, Heatmaps, Fehler, Feature-Flags, Tests, Umfragen, Messenger und Push), Seiten, die wir für den Kunden betreiben (etwa Feedback-Boards und ein Partner-Portal), ein Agent-Rechner für Tests und Code sowie das Erzeugen von Bildern und Videos.

Welche Funktionen, Limits und Kontingente gelten, ergibt sich aus dem gebuchten Plan und der Preisseite (mrrocket.dev/pricing) zum Zeitpunkt der Buchung oder aus einer gesonderten Vereinbarung. Wir entwickeln MRRocket laufend weiter und dürfen Funktionen ändern, ersetzen oder einstellen, soweit der vereinbarte Kern der Leistung erhalten bleibt und die Änderung dem Kunden zumutbar ist.

Wir schulden die vereinbarte Leistung, keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg wie Rankings, Reichweite, Anmeldungen oder Umsatz.

4. Vertragsschluss und Testphase

Mit dem Anlegen eines Kontos kommt ein kostenloser Nutzungsvertrag über das Konto zustande. Bestandteil sind diese Bedingungen und die Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (Abschnitt 16). Die Agents arbeiten und Credits gibt es erst, wenn der Kunde einen Plan gebucht hat; bis dahin pausieren die Agents. Was gilt, wenn der Kunde keinen Plan bucht, steht in Abschnitt 19.

Ein kostenpflichtiger Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde einen Plan im Checkout bucht und seine Zahlungsmethode bestätigt, ein Angebot von uns annimmt oder wir auf andere Weise in Textform eine Vereinbarung treffen. Auf eine Anmeldung oder Bestellung besteht kein Anspruch.

Die Pläne Indie, Studio und Agency beginnen mit einer kostenlosen Testphase von 7 Tagen; auch dafür ist beim Buchen eine Zahlungsmethode anzugeben. Kündigt der Kunde vor dem Ende der Testphase, wird nichts berechnet; sonst wird der Plan ab dem Ende der Testphase berechnet und läuft weiter wie in Abschnitt 19. Eine Testphase gibt es nur beim ersten Plan eines Workspaces. Der Plan Solo hat keine Testphase und wird ab der Buchung berechnet; wechselt der Kunde während der Testphase zu diesem Plan, endet die Testphase damit. In der Testphase enthält der Plan seine monatlichen Credits wie sonst auch. Mit dem ersten gebuchten Plan kommt ein einmaliges Startguthaben an Credits hinzu, dessen Höhe auf der Preisseite steht.

5. Freigaben, Automatik und Grenzen

Am Anfang gibt der Kunde jede Aktion nach außen einzeln frei, etwa das Senden von E-Mails, das Veröffentlichen von Posts, Artikeln oder Antworten und das Starten oder Ändern von Anzeigen. Einige Aktionen brauchen immer eine Freigabe, auch wenn der Kunde den Agents mehr Freiheit gibt, zum Beispiel Cold Emails und Änderungen im Zahlungskonto des Kunden.

Der Kunde kann den Agents erlauben, innerhalb von Stufen, Regeln und Limits, die er selbst festlegt, ohne einzelne Freigabe zu handeln. Er kann außerdem automatische Abläufe einschalten, etwa E-Mail-Journeys und geplante Broadcasts, automatische Support-Antworten, Anzeigenregeln oder Routinen. Was er erlaubt oder eingeschaltet hat, läuft ohne weitere Freigabe, bis er es ändert oder ausschaltet; mit „Pause all“ hält er alle Agents an.

Ohne Freigabe arbeiten die Agents außerdem intern und an Entwürfen: Sie lesen und werten Daten aus, schreiben Entwürfe, Notizen und Pläne, fragen einander, prüfen mit dem Agent-Rechner die Websites und Apps des Kunden (Abschnitt 7) und liefern Code-Änderungen als Entwurf (Draft Pull Request) in sein Repository. Zusammengeführt (gemergt) wird Code nie ohne den Kunden. Im Support-Chat geht eine automatische Eingangsbestätigung an den Absender.

Was der Kunde freigibt, einschaltet oder im Rahmen seiner Einstellungen erlaubt, geschieht in seinem Namen und auf seine Verantwortung. Jede Freigabe und jede Änderung dieser Einstellungen wird mit Zeitpunkt und Person protokolliert; der Kunde kann das Protokoll jederzeit exportieren.

6. Verbundene Konten und Dienste Dritter

Der Kunde verbindet seine eigenen Konten bei Drittanbietern mit MRRocket, zum Beispiel Zahlungs- und Abo-Anbieter, E-Mail-Versand und Postfächer, Kalender, CRM, Telefonie, Social-Media- und Werbekonten, App Stores und Bewertungsportale, Code-Hosting und Websites, die Anmeldedienste seiner Produkte sowie Slack oder Telegram. MRRocket nutzt diese Konten nur im Auftrag des Kunden. Für ihre Nutzung gelten zusätzlich die Bedingungen des jeweiligen Anbieters, die der Kunde einhält. Er stellt sicher, dass er berechtigt ist, die Konten zu verbinden und über MRRocket zu nutzen. Verbindet der Kunde einen eigenen KI-Client, etwa sein eigenes Claude über die MCP-Schnittstelle, verarbeitet dessen Anbieter die Daten nach dem Vertrag zwischen dem Kunden und diesem Anbieter.

Auf Verfügbarkeit, Schnittstellen, Preise und Regeln dieser Anbieter haben wir keinen Einfluss. Ändert oder sperrt ein Anbieter seine Schnittstelle oder ein Konto des Kunden, kann die betroffene Funktion eingeschränkt sein.

Werbeausgaben rechnen die Werbeplattformen direkt mit dem Kunden ab. Wie viel die Agents ausgeben dürfen, legt der Kunde in MRRocket als Tagesgrenze fest; ohne eine solche Grenze geben sie kein Werbebudget aus. Wir empfehlen, zusätzlich Ausgabenlimits direkt bei den Werbeplattformen zu setzen.

7. Agent-Rechner

Für Tests und Code-Änderungen nutzen die Agents einen abgeschotteten Rechner in der Cloud (Agent-Rechner). Damit öffnen sie die Websites und Apps des Kunden, prüfen Ladezeiten und Abläufe wie Anmeldung oder Kauf, legen dafür bei Bedarf Testkonten auf seinen Live-Seiten an und lesen über eine GitHub App mit Leserechten den Code der Repositories, die der Kunde freigibt. Klicks und Eingaben macht der Agent-Rechner nur auf den Domains, die der Kunde für seine Produkte hinterlegt hat. Er beachtet robots.txt und Nutzungsvorbehalte und gibt Captchas an den Kunden zurück.

Der Kunde stellt sicher, dass er über diese Domains und Repositories verfügen darf. Er kann den Agent-Rechner jederzeit übernehmen oder stoppen.

8. SDK und Seiten in den Produkten des Kunden

Baut der Kunde das MRRocket-SDK in seine Produkte ein oder nutzt er Seiten, die wir für ihn betreiben, etwa ein Feedback-Board, die Partner-Anmeldung und das Partner-Portal, den Messenger, Umfragen oder getrackte Links, ist er gegenüber seinen Besuchern, Nutzern und Partnern der Anbieter. Er sorgt für die nötigen Einwilligungen, etwa für Cookies, Session-Aufnahmen und Push-Nachrichten, für Impressum, Datenschutzhinweise und Bedingungen dieser Angebote und für die Inhalte, die dort erscheinen.

9. Angebote an Kunden und Partner des Kunden

Rabatte, Gutscheine, Kündigungsangebote, Zahlungsversuche, Provisionen und andere Zusagen, die MRRocket im Auftrag des Kunden gegenüber dessen Kunden oder Partnern macht, macht der Kunde im eigenen Namen. Wir werden dadurch nicht Vertragspartei.

Für ein Partnerprogramm legt der Kunde eigene Teilnahmebedingungen fest; die Vorlage in MRRocket ersetzt sie nicht. MRRocket berechnet Provisionen und erstellt Auszahlungslisten. Auszahlen und versteuern muss der Kunde die Provisionen selbst.

10. Mitwirkungspflichten

Der Kunde hält die Angaben zu seinen Produkten, seine Kontaktdaten, seine Absenderangaben (Firma, Anschrift, Impressum und Datenschutzerklärung) und die übrigen Einstellungen richtig und aktuell. Er hält Zugangsdaten und Schlüssel geheim, etwa für die MCP-Schnittstelle, gibt Teammitgliedern nur Zugang, wenn sie für ihn handeln dürfen, und ist für ihr Handeln in MRRocket verantwortlich.

In einem verbundenen Slack-Workspace geben den Agents nur die Person, die MRRocket verbunden hat, und die Personen Aufgaben, die der Kunde unter Settings › Notifications zulässt; entscheiden kann dort nur die Person, die verbunden hat. In Telegram hört MRRocket nur auf verknüpfte Chats, und Viewer lesen dort nur mit. Der Kunde lässt nur Personen zu, die für ihn handeln dürfen.

Der Kunde prüft Freigaben mit der im Geschäftsverkehr üblichen Sorgfalt und sichert Daten, die er außerhalb von MRRocket braucht, selbst.

11. Zulässige Nutzung

Der Kunde nutzt MRRocket nur im Einklang mit geltendem Recht und den Regeln der verbundenen Plattformen. Er ist insbesondere dafür verantwortlich, dass Werbe-E-Mails, Cold Emails, Push-Nachrichten und andere Nachrichten nur im rechtlich zulässigen Rahmen versandt werden (unter anderem § 7 UWG und DSGVO) und dass er für die Verarbeitung personenbezogener Daten, etwa von Leads, eine Rechtsgrundlage hat. Die Schutzfunktionen von MRRocket, etwa Sperrlisten, Länderausschlüsse und Tageslimits, entbinden ihn davon nicht. Telefonate nimmt der Kunde nur mit Einwilligung aller Beteiligten auf.

Bevor über MRRocket eine E-Mail an einen Kontakt geht, hält der Kunde für diesen Kontakt eine Rechtsgrundlage fest: Einwilligung, bestehende Kundenbeziehung, berechtigtes Interesse an einem Geschäftskontakt (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO, mit einer Begründung) oder ein Geschäftskontakt außerhalb der EU (etwa nach CAN-SPAM). MRRocket speichert, wer sie wann und mit welcher Begründung gewählt hat. Die Agents setzen keine Rechtsgrundlage selbst und schreiben nur Kontakte an, für die eine festgehalten ist. Die Wahl der Rechtsgrundlage und ob sie im Einzelfall trägt, liegen beim Kunden. MRRocket lässt nur zu, was zur gewählten Grundlage passt: Besucher ohne E-Mail-Adresse werden nicht angeschrieben, die geschäftlichen Grundlagen setzen eine geschäftliche E-Mail-Adresse voraus, und für Kontakte in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es ohne Einwilligung oder Kundenbeziehung keine Grundlage (§ 7 UWG). Abmeldelink und Sperrliste gelten für jede Sendung.

Unzulässig sind insbesondere Spam und massenhafte unerwünschte Nachrichten; irreführende, rechtswidrige, diskriminierende oder fremde Rechte verletzende Inhalte; Bilder oder Videos, die reale Personen ohne deren Einwilligung zeigen oder über Personen täuschen; gefälschte Bewertungen, Fake-Konten und das Vortäuschen fremder Identitäten; das Umgehen von Zugangsbeschränkungen, Captchas oder Bot-Schutz Dritter; das Auslesen von Inhalten hinter fremden Logins ohne Berechtigung; Eingriffe in die Sicherheit oder den Betrieb von MRRocket sowie eine Nutzung, die MRRocket oder Dritte unverhältnismäßig belastet.

Bei einem begründeten Verdacht auf einen Verstoß dürfen wir betroffene Funktionen oder den Zugang vorübergehend sperren, soweit das verhältnismäßig ist. Wir informieren den Kunden dann unverzüglich.

12. KI-Ergebnisse

Die Agents arbeiten mit Sprachmodellen und anderen automatischen Verfahren. Ihre Ergebnisse können unvollständig, veraltet oder falsch sein. Der Kunde prüft Entwürfe, Zahlen und Vorschläge vor einer Freigabe, besonders bei Aussagen zu Preisen, Recht, Gesundheit oder Finanzen. Bei Bildern und Videos, die MRRocket erzeugt, können wir nicht zusichern, dass sie frei von Rechten Dritter sind; der Kunde prüft das vor einer Veröffentlichung, etwa bei Marken, Personen oder bekannten Werken.

Wo das Gesetz eine Kennzeichnung von KI-Inhalten verlangt (Art. 50 KI-Verordnung), ist der Kunde dafür verantwortlich. MRRocket hilft dabei: Support-Antworten und Antworten auf Cold-Email-Antworten aus Entwürfen eines Agents sowie Antworten auf Bewertungen, die ein Agent ohne Freigabe sendet, enden mit einem Hinweis auf KI, soweit das Zeichenlimit der Plattform es zulässt. Der Kunde entfernt solche Hinweise nicht, wo sie erforderlich sind.

13. Verfügbarkeit

Wir bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit. Eine ununterbrochene Verfügbarkeit schulden wir nur, wenn sie ausdrücklich vereinbart ist. Wartungsarbeiten, Sicherheitsupdates und Störungen bei Hosting-, KI- oder anderen Drittanbietern können die Nutzung vorübergehend einschränken. Geplante Wartungen legen wir nach Möglichkeit in nutzungsarme Zeiten.

14. Preise, Zahlung über Stripe und Credits

Die Pläne mit ihren Limits und enthaltenen Credits, die Add-ons und die Credit-Pakete stehen mit ihren Preisen auf der Preisseite (mrrocket.dev/pricing); maßgeblich sind die Preise, die beim Checkout oder im Angebot genannt sind. Jeder Plan kann monatlich oder jährlich gebucht werden. Die Grundgebühr ist für den jeweiligen Abrechnungszeitraum im Voraus fällig.

Zusätzliche Apps, Social-Konten und Ad-Konten über die im Plan enthaltenen hinaus berechnen wir als Add-ons im selben Abrechnungszeitraum wie den Plan, bei jährlicher Zahlung zum Zwölffachen des Monatspreises. Eine höhere Summe gilt erst, wenn der Kunde sie in MRRocket bestätigt. Wechsel des Plans, Wechsel zwischen monatlicher und jährlicher Zahlung und Änderungen der Add-ons werden für den laufenden Zeitraum anteilig verrechnet. Braucht der Kunde weniger Add-ons, senken wir die Menge von selbst.

Bezahlt wird über Stripe. In der Regel verkauft dabei Stripe oder ein mit Stripe verbundenes Unternehmen Plan, Add-ons und Credits als Händler (Merchant of Record) an den Kunden weiter (Stripe Managed Payments; auf der Abrechnung erscheint „LINK.COM“). Es berechnet, erhebt und führt die Umsatzsteuer und andere Verkaufssteuern ab, stellt Rechnungen und Belege aus und bearbeitet Zahlungen, Erstattungen und Rückbuchungen; für den Kauf können ergänzend seine Bedingungen gelten. Die Preise verstehen sich dann zuzüglich der Steuern, die Stripe im Checkout ausweist, und Stripe kann sie in der Landeswährung des Kunden anzeigen und berechnen. Verkauft Stripe nicht als Händler, rechnen wir selbst ab: Die Preise verstehen sich dann in US-Dollar zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer, und Stripe wickelt nur die Zahlung ab. In beiden Fällen erbringen wir die Leistung, die Nutzung von MRRocket, nach diesen Bedingungen. Die Rechnungen des Abos stehen in MRRocket unter Settings › Billing bereit.

Credits sind das Guthaben für Arbeit, die nach Verbrauch abgerechnet wird, etwa KI-Aufrufe, Bilder und Videos, SEO-Daten und Lead-Suchen. Ein Credit entspricht einem US-Cent. Jeder Plan enthält jeden Monat Credits, auch in der Testphase; sie verfallen am Monatsende. Ohne laufenden Plan gibt es keine Credits. Weitere Credits kauft der Kunde als Pakete nach. Gekaufte Credits und das Startguthaben verfallen nicht, solange das Konto des Kunden besteht. Verbraucht werden zuerst die Credits des laufenden Monats, dann die übrigen. Innerhalb seines Guthabens und des Team-Budgets, das der Kunde festlegt, verbrauchen die Agents Credits ohne einzelne Freigabe. Credits werden nicht ausgezahlt und sind nicht übertragbar. Ist das Guthaben aufgebraucht, pausiert die nach Verbrauch abgerechnete Arbeit, bis der Kunde Credits nachkauft. Eine automatische Aufladung gibt es nur, solange Stripe nicht als Händler verkauft, und nur, wenn der Kunde sie einschaltet, bis zu der Grenze, die er festlegt; sie belastet dann seine gespeicherte Zahlungsmethode, ohne dass er sie einzeln bestätigt.

Wir dürfen die Preise für die Zukunft ändern. Eine Preiserhöhung teilen wir mindestens 30 Tage vorher in Textform mit. Sie gilt erst ab dem nächsten Abrechnungszeitraum, und der Kunde kann bis dahin kündigen.

15. Zahlungsverzug

Ist der Kunde mit einer Zahlung in Verzug, dürfen wir nach vorheriger Ankündigung in Textform die Agents pausieren oder den Zugang sperren, soweit das verhältnismäßig ist. Die Pflicht zur Zahlung für bereits erbrachte Leistungen bleibt bestehen. Weitere gesetzliche Rechte bleiben unberührt.

16. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Soweit wir für den Kunden personenbezogene Daten verarbeiten, etwa Daten seiner Besucher und Nutzer, Kontakte, Leads, Partner oder Support-Anfragen, tun wir das als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Dafür gilt unsere Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (mrrocket.dev/dpa). Sie ist Bestandteil dieser Bedingungen und gilt mit ihnen ab der Anmeldung; einer Unterschrift bedarf es nicht. Die Liste unserer Unterauftragsverarbeiter steht unter mrrocket.dev/subprocessors; über neue Unterauftragsverarbeiter informieren wir mindestens 30 Tage vorher, und der Kunde kann widersprechen. Anbieter, deren Konten der Kunde selbst verbindet (Abschnitt 6), und Stripe als Händler (Abschnitt 14) sind keine Unterauftragsverarbeiter von uns. Der Kunde ist für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung verantwortlich, insbesondere für Einwilligungen und Hinweise in seinen eigenen Produkten (Abschnitt 8). Im Übrigen gilt unsere Datenschutzerklärung (mrrocket.dev/privacy).

17. Rechte an Inhalten

Inhalte und Daten, die der Kunde in MRRocket einbringt, und die Ergebnisse, die die Agents für ihn erstellen, stehen im Verhältnis zu uns dem Kunden zu. Er räumt uns nur die Rechte ein, die wir brauchen, um MRRocket für ihn bereitzustellen, etwa zum Speichern, Verarbeiten und Übermitteln an die Dienste, die er verbunden hat. Wir nutzen Inhalte des Kunden nicht, um allgemeine KI-Modelle zu trainieren.

Der Kunde stellt sicher, dass er die Rechte an den Inhalten hat, die er einbringt oder veröffentlichen lässt, etwa an Texten, Bildern, Marken und Kundendaten.

18. Rechte an der Software

MRRocket, die Agents mit ihren Anweisungen und Skills, unsere Marken und die übrige Software bleiben bei uns oder unseren Lizenzgebern. Der Kunde erhält für die Vertragsdauer ein einfaches, nicht übertragbares Recht, MRRocket im vereinbarten Umfang zu nutzen. Für das MRRocket-SDK, das der Kunde in seine Produkte einbaut, gilt seine eigene Open-Source-Lizenz (MIT).

19. Laufzeit, Kündigung und Vertragsende

Monatliche Pläne laufen einen Monat, jährliche Pläne ein Jahr. Sie verlängern sich jeweils um denselben Zeitraum, wenn sie nicht vorher gekündigt werden. Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen, in MRRocket unter Settings › Billing oder per E-Mail. Wir können mit einer Frist von 30 Tagen zum Ende eines Abrechnungszeitraums kündigen. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Bei einer ordentlichen Kündigung erstatten wir bereits gezahlte Gebühren für den laufenden Zeitraum nicht anteilig.

Der Vertrag endet mit dem Ende des letzten bezahlten Zeitraums eines Plans, der sich nicht mehr verlängert, oder mit dem Ende der Testphase, wenn danach kein Plan läuft. Hat der Kunde nie einen Plan gebucht, gilt als Vertragsende der Tag, an dem eine Testphase geendet hätte, also 7 Tage nach der Anmeldung. Danach bleibt der Workspace 30 Tage offen, aber pausiert: Die Agents arbeiten nicht, nichts wird gelöscht, und der Kunde kann jederzeit einen Plan buchen. Bucht er keinen, schließen wir den Workspace nach diesen 30 Tagen und teilen das dem Owner per E-Mail mit. Weitere 30 Tage kann der Owner dann eine Kopie aller Daten laden oder den Workspace zurückholen. Danach löschen wir den Workspace endgültig mit allen gespeicherten Daten und Dateien, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

Der Owner kann den Workspace auch selbst schließen, sobald sich kein Plan mehr verlängert (Settings › General). Auch dann bleibt er 30 Tage zum Laden einer Kopie und zum Zurückholen erhalten; auf Wunsch löschen wir sofort. Einen Export aller Daten des Workspaces in einem gängigen Format lädt der Kunde jederzeit selbst unter Settings › General.

Nicht gelöscht werden Rechnungen und Zahlungsdaten bei Stripe, für die gesetzliche Aufbewahrungspflichten gelten, und Daten in Konten, die der Kunde bei Drittanbietern selbst verbunden hat. Aus den Sicherungen unseres Datenbankanbieters verschwinden gelöschte Daten mit dem Ende von deren Wiederherstellungsfenster.

20. Gewährleistung

Es gelten die gesetzlichen Regelungen zu Mängeln, soweit diese Bedingungen nichts anderes bestimmen. Der Kunde meldet Mängel unverzüglich mit einer nachvollziehbaren Beschreibung. Die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die schon bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.

21. Haftung

Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und soweit wir eine Garantie übernommen haben.

Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

Für Inhalte und Aktionen, die der Kunde freigegeben, eingeschaltet oder im Rahmen seiner Einstellungen erlaubt hat, ist im Verhältnis zu Dritten der Kunde verantwortlich. Er stellt uns von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer rechtswidrigen Nutzung von MRRocket durch ihn oder seine Teammitglieder beruhen, einschließlich angemessener Kosten der Rechtsverteidigung, es sei denn, er hat die Rechtsverletzung nicht zu vertreten.

22. Geheimhaltung

Beide Seiten behandeln vertrauliche Informationen der anderen Seite, die sie im Rahmen des Vertrags erhalten, vertraulich und nutzen sie nur zur Durchführung des Vertrags. Das gilt nicht für Informationen, die öffentlich bekannt sind, die eine Seite schon vorher rechtmäßig kannte oder unabhängig entwickelt hat oder die aufgrund einer gesetzlichen oder behördlichen Pflicht offengelegt werden müssen. Die Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus.

23. Änderungen dieser Bedingungen

Für neue Verträge gilt die bei Vertragsschluss veröffentlichte Fassung. Änderungen für bestehende Verträge teilen wir mindestens 30 Tage vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit, wenn sie wegen geänderter Gesetze, Rechtsprechung, Sicherheitsanforderungen oder einer gleichwertigen technischen Entwicklung nötig sind und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zum Nachteil des Kunden verschieben. Änderungen von Preisen, Hauptleistungen oder Haftung gelten nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden oder ab einem neuen Abrechnungszeitraum, vor dessen Beginn der Kunde kündigen kann.

24. Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Mannheim, soweit das gesetzlich zulässig ist. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.